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Der Ausbilder

Moin, ich darf mich als Ausbilder und Mensch kurz vorstellen:
Holger Gehrke, Pensionär (Pastor i.R.) und von Kindesbeinen an Segler. Zudem habe ich Jahrzehnte in der Jugendarbeit zu Wasser zugebracht - meist als Vereins-Jugendwart. Unsere Jollen-Flotte aus Schwertzugvögeln war an Unter- und Außenweser sowie entlang der ostfriesischen Küste bekannt - und beliebt. Wir erfuhren deshalb überall Unterstützung und Zuspruch. Um die Segelgruppe herum rankte sich ein breites Netzwerk von tatkräftigen Unterstützern, was auch nötig war. Im Winter liefen dann die Kurse, damit auch jede Jollencrew nach und nach in den Besitz aller Scheine kam. Als UKW-Funk billiger wurde und auch Handfunkgeräte als Seefunkstellen zugelassen werden konnten, mutierte auch jede Jolle zur Seefunkstelle.
Apropos Funk: Ich bin auch schon ewig lange Funkamateur (DJ3BU ist mein Rufzeichen) und meine bevorzugte Betriebsart ist wirklich old-fashioned, aber noch immer sehr effektiv: Morsetelegrafie. Mit kleiner Leistung große Entfernungen sicher überbrücken. Das mache ich übrigens auch von Bord, wo ich eine Kurzwellenstation installiert habe. Auch beim Seefunk habe ich die höchste Klasse bei den Zeugnissen gemacht, das LRC (Long Range Certificate). Das ist das Pendant im Sportbootbereich zum amtlichen "GOC" (General Operators Certificate) für Nautiker. Einziger Unterschied: das LRC gilt ein Leben lang, das GOC muss alle paar Jahre mal nachgeschult werden bei den Profis. Inhaltlich aber gleiche Anforderungen.
Ebenfalls seit vielen Jahren bin ich - nach einer bösen Situation im Seegat bei Wangerooge - Mitarbeiter der DGzRS, den Seenotrettern. Die finanzieren sich rein weg aus Spenden. Alle Jahre wieder. Und sie machen eine engagierte und notwendige Arbeit, die meisten sogar ehrenamtlich. Meine Kurse dienen daher der Förderung dieser Rettungsarbeit. Ich selbst bin in der Bremer Zentrale für vieles eingesetzt: von Führungen und Vorträgen bis hin zur Vertretung auf Messen, oder aber im Kreis der anderen "Seenotrentner" mit der Aufarbeitung und Pflege des Museums-Rettungskreuzers "H.J.Kratschke", der - weithin sichtbar - dort auf dem Gelände an der Weser aufgebockt ist und im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Da bei Corona keine Führungen möglich waren und immer noch sind, habe ich in dieser Zeit auch die eine oder andere Station von Bremerhaven bis Zingst besucht und mit Material beliefert oder dort was abgeholt. So komme ich rum- und überall gibt's erst mal einen starken Kaffee an Bord...

Ansonsten segele ich immer noch kräftig, nach Jahren auf Jollen und Jollenkreuzern nun final mit meinem Traumschiff von Jugend an: einem holl. Plattbodenschiff vom Typ "Grundel", 8m lang und 3m breit und nur einen halben Meter Tiefgang. Das Schiff heißt "Dralle Deern" und ist ideal fürs Watt. Apropos Watt:

Das aktuell gut nachgefragte neue Angebot sind die Begleiteten Touren ins Watt. Für Leute, die nun einen Schein haben und ein Boot, sich aber noch nicht raustrauen aus der Weser. Denen es einfach an Praxis fehlt und die lieber erst mal mit einem erfahrenen Skipper mitfahren wollen - im eigenen Boot. Das läuft prima und die Leute sind in der Regel begeistert - und merken, was sie alles (noch) nicht können und wissen. Und spannend ist es immer und ein Plan geht nie ganz auf. Das ist eben so im Wattenmeer...